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Am Montag findet der erste Ärztestreik auf Wiens Straßen statt. Das hat es in der 2. Republik bis dato nicht gegeben. In einem Land, das den Streik nicht gewohnt ist, muss schon viel passieren, dass es soweit kommt.

Und viel ist passiert. Wir erleben ein radikales Sparprogramm der Stadtregierung mit stetiger Verschlechterung der Gesundheitsversorgung, Arbeitsbedingungen, die nicht mehr tolerabel sind und von Arbeitsverdichtung, Hektik und Qualitätsverlust geprägt sind. Die Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen ist so nicht mehr möglich.

Wir wurden vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt, das Grundrecht auf Streik in Frage gestellt, mit Repressalien bedroht und ein Umgangston etabliert, der an Verachtung grenzt.

Der Bogen wurde überspannt.

Wir gehen für unser Gesundheitssystem und unsere Arbeitsbedingungen auf die Straße.

Wir fordern einen sofortigen Stopp der geplanten Reduktionen, keine zwangsweise Umstellung auf Schichtdienst und einen radikalen Wechsel im Führungsstil der Generaldirektion.

Wir fordern gute Arbeitsbedingungen für alle Berufsgruppen im Spital.

Nur unter guten Arbeitsbedingungen kann es eine hochwertige Versorgung geben.

Und für diese werden wir kämpfen!